Wenn man sich am Montag schon völlig leer fühlt, ist Corona-Zeit in der Pflege!!!
Habe aber auch ein paar schöne Sachen heute erlebt. So sind etliche Buxtehude meiner Aufforderung gefolgt und haben tollte Videos für unsere Bewohner gemacht. Einen riesen Dank an „Hand und Herz Buxtehude“ und Katharina Bodmann!!! Eine weitere Ehrenamtliche hat heute einen Mörder-Einkaufs-Marathon für unsere Bewohner hingelegt!!! DANKE!!! Es ist schön zu sehen was doch noch so geht in diesen Zeiten!!!!
Ansonsten war es bis hierhin eher ein richtiger Montag und ich fürchte es folgen noch 4 bis 6 diese Woche!!!
Schnee am Morgen, ein wenig Home-Office, etwas mehr Lesen, Kaffee, lecker Essen, noch mehr Lesen (was sich da so angesammelt hat in der letzten Woche) und ein kurzer Familienspaziergang.
Anrufe bei Familie und Freunden. Der Sonntag in Zeiten von Corona. Und immer die Vorahnung, dass wir noch am Anfangstehen und die Wochen nicht entspannter werden!!!
Seid dem wir in „der Krise“ sind sprechen alle über Home-Office und darüber, dass man sich nicht mehr anziehen muss, eigentlich auch gar nicht mehr aufstehen, oder Zähne putzen muss. Alle haben den Eindruck, dass der Heimarbeitsplatz das Verloddern beschleunigt. Ich glaube es ist nicht das Arbeiten von zu Hause, sondern „die Krise“ an sich. Ich gehe zwar noch jeden Tag los, aber auch ich begegne kaum noch jemanden, habe keine Termine mehr und stelle auch an mir fest, dass ich weniger Wert darauf lege, wie ich rumlaufe. Aus dem Jacket ist ein Troyer geworden und Rasieren reicht auch alle zwei Tage.
Hoffen wir auch dort auf eine Strategie zur Rückkehr zur Normalität, nach „der Krise“!!!
Alles Liebe und bleibt gesund! (möge es in eine strahlende Zukunft gehen (ich bezweifle es allerdings)
bevor Ihr den Eindruck bekommt, ich jammere hier nur rum, will ich heute mal nichts von meinem derzeitigen Alltag schreiben. Nur so viel schaut Euch das Foto von mir an.
Aber ein paar Zeilen möchte ich trotzdem an Euch richten. Mir sind gestern Abend so ein paar Gedanken durch den Kopf gegangen. Wenn Deutschland heute die Pflege beklatscht, sollten es ein paar Sachen wissen. Pflege beklatschen und Parteien wählen, die gegen Zuwanderung sind, funktioniert nicht. Derzeit beklatscht Ihr alle auch viele Ärztinnen, Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und AltenpflegerInnen aus allen Ländern dieser Welt. Ich bin seit 26 Jahren in der Pflege und habe mit Menschen aus weit über 100 Nationen zusammengearbeitet. Dabei waren Menschen aus allen Religionen. Kollegen, die vor Krieg, Not, Hunger geflüchtet sind. Menschen, die in Ihren Herkunftsländern ganz andere Berufe hatten. In der Pflege arbeiten Menschen aus allen Schichten und mit vielen unterschiedlichen Weltanschauungen. Menschen mit dem Herzen am richtigen Fleck!!!
Und auch die Patienten sind sehr heterogen. Wir können uns also keine Vorurteile erlauben. Ich selbst habe Mörder, Professoren, Arbeiter, Prostituierte, Obdachlose, Selbständige, uvm. gepflegt. Auch politisch war vom Altnazi bis zum Linken alles dabei. Am Leben gescheiterte Alkoholiker, Altersschwache, Menschen nach Unfällen, gescheiterten Selbstmordversuchen, HIV-Infizierte, Krebspatienten etc. etc.
In den 26 Jahren habe ich so viele interessante Menschen kennen lernen dürfen, ich habe so viel gelernt und einfach gemerkt, dass sich Vorurteile so selten bestätigen wie nur irgendetwas.
DENKT mal drüber nach! wer hier in diesem Land systemrelevant ist!!!
Heute konnte ich vor der Arbeit mal kurz dem Trott von Corona entfliehen und habe eine Expedition ins Eis unternommen. Herrlich. Wenn gleich es irgendwann recht kalt an den Händen wurde und ich mehrfach von den Bewässerungsanlagen geduscht, habe ich diese frühe Morgenstunde genossen.
Was für Fotografen ein Fest, ist für die Bauern im Alten Land eine zusätzliche Katastrophe. Sie müssen ihre Bäume Bewässern, um die Knospen bzw. Blüten unter dem sich bildenden Eis vor dem Nachtfrost zu schützen. Zusätzliche Arbeit und nicht unerhebliche Kosten. Und trotzdem darf das Obst bei den Händlern nicht teurer werden.
Ein paar Bilder werde ich davon bestimmt noch auf dem einen oder anderen Kanal verbreiten, aber momentan wie schon gesagt etwas wenig Zeit! Daher jede Minute draußen unbezahlbar !!! Denkt an die Bauern! Denkt an Eure Mitmenschen (auch die Obdachlosen haben weder Einnahmen, Anlaufstellen noch einen wärmenden Ort)! Bleibt menschlich, bleibt gesund!!!
Ich gewinneimmermehr den Eindruck, dass im Angesicht der Krise, alle Welt damitbeschäftigt ist sich in Pläne zu stürzen.Morgen ist dann allesanders und man musseinfachkurzfristigEntscheidungentreffen. Oder man hält sich an einen Plan. Dann kann ich immer sagen ich war im Plan, aber vielleicht war der Planeinfach Scheisse.
Und manwarzusätzlichschönmit dem Planen beschäftigt.Einfach mal Entscheiden
In diesemSinnallesLiebe und bleibt gesund!!! Alles im Fluss (daher das Bild)
dann könnt Ihr besser meinen „Verfall“ beobachten.Nein nur ein Scherz wenngleich ich mich nach dem heutigenMontagschon wie Donnerstagfühle.
Draußen ist allesfriedlich, aber drinnen wird es nichtleichter.Könnte gut daraufverzichten „systemrelevant“ zu sein. Ist glaube ich sowiesoschnellwiedervergessen und in der aktuellen Situation nichthilfreich.AußerArbeiten und Schlaf bleibt nicht viel und von dem Geklatschtehören ich auf meinem Dorf auch nichts.
Es ist erst Woche 3 von Corona und ein Ende nicht in Sicht. Wer auch immer gebe uns Kraft und Zuversicht. Ein bisschenRückenfrei wäre auch nicht schlecht. Mache mir auch finanziellSorgen, da ich ehrenamtlich auch noch im Vorstand zweier Vereine bin undAusgaben weiterlaufen, aber alle Einnahmenfehlen. Schön das man sich engagiert.AllesLiebefürEuch und bleibtgesund!!!!
So sehe ich derzeitvieleDeutsche. Leute diesonst nur auf dem Sofasitzen, Pizza fressen und Netflix glotzen fühlen sich nach 4 Tagen total eingeschränkt. Worin?
Menschen die sonst nur belegte Brötchenkaufenwollen auf einmalanscheinend ohne Ende Brot backen und kaufen Mehl- und Hefebestände leer.Wofür?
Vom Klopapier ganz zu schweigen.
ReißtEuchzusammen!!! Es gibtganz andere Sorgen.Selbstständig die vor dem Aus stehen, Geringverdiener, die nicht mehr weiterwissen, die ersten Arbeitslosen in der Gastronomie usw.
Wie gesagt wir redenvon ein paarTagen persönlicher Einschränkungen! Es sitzen noch immer Menschen in für sie fremden Länder in Zelten, Containern ohne Geld, ohne soziale Kontakte und vor allemohneBeschäftigung!!!
Denk mal drübernachbevor Du zwischen den nächsten Folgen deinerSerie, noch die Nudeln kauend über dein schlimmesSchicksal jammerst!!!
Auch wennheute noch nichtgebraucht und ich wieder zu Hause, bleibt die Notfalltasche, das Feldbett und der Schlafsack im Auto. Ich rechne fest damit, dass ich sienochbrauchenwerde. Die Situationbleibtangespannt. Da habe ich es heute noch mal sehrgenossen, beim Anblick eines solchenSonnenuntergangs entspannen zu können!!!
Im Übrigen ist Klopapier meine geringsteSorge im Moment. Ich befürchte auch beschissene Zeiten, aber da hilft keinKlopapier, sondern nur mächtiggroße Scheine, zurückschrauben der Erwartungen und Verzicht. Ich hoffe auf dieRettung der Kleinen und der Kunst und Kultur. Ich glaube aber es wirdmal wieder die Rettung der Großen.Liebe Grüße Euer Lars