Am 9. November frage ich mich das immer wieder. Was wäre gewesen wenn vor nunmehr 31 Jahren nicht mein Wellensittich gestorben wäre.Wahrscheinlich weil er nach der abendlichenMeldung vom Mauerfall einfach geschockt war. Er konnte es, wie wir alle, wohlnichtglauben.Jedenfalls als ich vom Schwimmtraining nach Hause kam wurde ich von meinerMutter mit diesen zwei Neuigkeitenbegrüßt. Mein Vater war unterdessen im taumelnden Berlin. Was wäre alles anders verlaufen…
Eigentlichkeine Frage, die ich mir stelle „Was wäre wenn?“. Wenn ich wo anders anders abgebogen wäre, ich wo anders studiert hätte, was anderes gelernt hätte, ich irgendwas anders entschieden hätte… Wirklich nicht meine Frage, aber immer wieder am 9. Novemberkommt sie.
Gott sei Dank ist alles so gekommen wie es gekommen ist, habe ich die eine Lehre abgebrochen, zweieinhalb Studien hinter mich gebracht, alles so gemacht wie ich es getan habe, sonstwäre ich ja nicht da wo ich heute bin!!! Hätte nicht die Familie, die ich habe!!!
Wer weißschon wo ihn seine Wege noch hinführen werden, da macht es doch keinen Sinn darüber nach zu denken, wo einen eine andere Weggabelung vor hunderten von Lichtjahrenhättehingeführt, wichtiger ist doch welche Richtung schlage ich bei der nächsten ein!!! Hoffentlichweiterhin immer die richtigen, so dass ich an meinem 80. Geburtstag auch noch sagen kann, gut dass ich hier angelangt bin!!!
Also in diesemSinneeinenschönen Abend Euch allen, Euer Lars
Nach einem ländlichgeprägtenSonntag mit Einkauf beim Bauern ( ja so etwas geht auf dem Dorf), Kürbis essen und Kaffee im Garten, habe ich noch einen kleinen Foto-Spaziergang gemacht.
Morgens ging es wie gesagt zum Hofladen, Kürbissekaufen. Bei herrlichem Sonnenschein war allein dies schonwunderschön. Zum Mittagessen dann das erste Mal Spaghetti–Kürbis!!! Nicht das letzteMal, war echt lecker. Das herbstliche Sonnenwetter hielt und bei 15 Grad im November mussten wir einfach noch im GartenKaffeetrinken.
Dann wollte ich noch mal Fotografierengehen und zog los ( kurz vor Sonnenuntergang), fand auch gleich ein paar herbstlich–ländlicheMotive.
Aber wie es so auf einen Dorf ist, nach ein paarMetern traf ich auch gleich auf meinen ersten Klön-Partner.
So kam ich zwar nicht ganz so viel zum Bildermachen, aber ich bin mal wieder auf demneuestenStand.
Und ein paarFotos sind mehr als ich sonstso in den letztenWochengemacht habe.
Nach einer langen, stressigen Woche mit viel Problemen, Sorgen und einigen Katastrophen habe ich mich heutewirklich fast pünktlichverabschiedet.
Das ich dann noch 3 Stunden zu Hause an der Arbeitgesessen haben, sage ich keinem.
Freue michmorgen auf Gartenarbeit und Kopffreikriegen!!! Und vielleichtschaffe ich es ja sogar mal einpaarFotos zu machen und zu bearbeiten. Mal sehen.
Vielleichtsolltenwir auf Technikverzichten-setzt sich ja vielleicht nicht durch, oder so.Homeofficegehtbestimmt auch mit nem Block und Bleistift.
Nein im Ernst!!! Ober genervt, weil mal wieder nix geht. Erst zerstört sich das Telefon (geradefrischeingerichtet (hat auch nur ein paarStundengedauert)), dann geht das neue nicht, PC stürzt ständig ab. Es nervt!!!
Könnte die Frage des Tages lauten.Irgendwieweiß ich nicht, ob ich die Antwort noch hörenmöchte!
Die Welt scheint nur noch am Rad zu drehen!!! Nicht nur die Weltpolitik, sondernirgendwie alle. Da darf man nicht mehr ohne Maske raus, Essengehen, Theaterbesuchen, sich sportlichbetätigen, oder auch nur mehr als 1 Freund treffen, Behördenschließen, Kinder sitzen vom Schulbus über Unterricht und Pausen 12 Stundenunter der Maske und massenweiseMenschen haben faktisch ein Berufsverbot, aber wenn einem dann ganz langweilig ist kann man 7, 8 oder 10 mal in der Woche die Omma im Pflegeheimbesuchen und die Geschwisterkönnen auch alle noch kommen, natürlich nur nacheinander. Dann kriegenalle noch einenCoronatest vom nettenFachpersonal und man kann sich auch gleich noch beschweren, wenn Omma die falschenStrümpfe an hat! Das Personal wurde ja schließlich lange genugbeklatscht und nun ist auch mal wieder gut.
Tests, Einlasskontrollen inklusiveDokumentation, ständiges Einarbeiten in neue Verordnungen, Allgemeinverfügungen usw. macht das Personal, das Dank ständiger Verdachtsfälle, Quarantäne usw. nur unwesentlich knapper wird, mal eben nebenbei.
Telefonate für Terminvergabe und Erklärungen der GesundheitspolitischeGroßwetterlagemachen wir auch gerne noch und gleichzeitigwerden wir sehr gern noch von allen Ämtern und Behördenkontrolliert.
Bestimmt habe ich noch 1000 Sachenvergessen, die wir auch noch irgendwie hinkriegen!!!
Ich hab heute die Nase voll und verstecke sie daher mal hinter ner Maske!!!
Schönen Abend noch Euer Lars
P.S. und all dies liegt weder an der Pflege, den Arbeitgebern, Betreibern oder so, sondern an einer seit JahrenverfehltenPolitik!!! Es geht anders!!! Erinnert auch mal an Eure Schulzeit, wenn Ihr 45+ seid, da war Krankenschwester noch ein Traumberuf vieler und auch in einigenunsererNachbarländer ist es ein hochangesehen Job
Irgendwie gibt es im Herbst ja nur zweiTypen von Tagen, die goldenen, wo man mit Farbenüberflutet wird, oder die grauen, tristen, die entwederdepressiv machen oder zum Gemütlichmachen animieren!!! Heute ist allerdings einer der wenigen Tage, die beides und dann auch noch in der richtigenReihenfolge bieten.
Vormittags fast zwanzig Grad und Sonne, sodass man noch im Garten Hand anlegen konnte.
Nachmittags trübe Suppe und man möchte nur auf die Couch und lesen.Weihnachtsgebäck wäre jetzt noch toll.
Also ich versuche es mal mit Gemütlichkeit!!! Euch einen schönen Nachmittag, Euer Lars